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Franke

Wie Franke seine extreme Supply-Chain-Komplexität meisterte

Herausforderungen

Das enorme Wachstum von Franke führte zu einem sehr komplexen Supply-Chain-Netzwerk, das nicht mehr optimal funktionierte. Die beiden Divisionen Franke Kitchen Systems und Franke Water Systems umfassten 42 Standorte (12 davon Produktionsstätten) mit vier Echelons, die 146 Märkte und mehr als 125.000 Stock Keeping Units (SKUs) bedienten, was in etwa 1,4 Millionen SKUs pro Markt entspricht. Siebzehn verschiedene ERP-Systeme waren im Einsatz. Die Datenstrukturen und Planungsprozesse waren vielfältig. Franke führte SAP als Master-Datenbank für alle Standorte ein, an denen SAP als ERP-System diente. Allerdings wurde weder das System für die Nachfragevorhersage und -planung verändert noch wurden diese Prozesse integriert. Dies stellte angesichts der Komplexität des Supply-Chain-Netzwerks von Franke ein enormes Problem dar.

Ergebnisse

Deutlich verbesserte Stabilität des Vorhersageprozesses Deutlich verkürzter Zeitaufwand für die Durchführung von Vorhersagen und Nachfrageplanung (ca. 50 Prozent) Verbesserte Vorhersagegenauigkeit (Reduzierung von 8 MAPE-Punkten auf Materialebene) Reduzierung saisonaler Bestandsspitzen und damit verbundener Bullwhip-Effekte

Projekt & Ziele 

Der nächste Schritt bei der Überarbeitung des Supply-Chain-Netzwerks durch das Franke-Team bestand darin, globale Geschäftsziele zu definieren, um auch das Nachfragevorhersage- und Planungssystem auf die nächste Stufe zu bringen. Da das selbst entwickelte Tool Mängel aufwies, suchte Franke nach einer kommerziellen Software, die die Vorhersageergebnisse in einem Multi-Echelon-Umfeld schnell verbessern konnte. Außerdem mussten die Bestandsoptimierung und das Replenishment an den Standorten unterstützt werden, an denen SAP nicht verfügbar war. Die gesuchte Lösung sollte in der Lage sein, hochrangige Produktionseinschränkungen und unterschiedliche Kalender über das Netzwerk hinweg zu berücksichtigen. Natürlich war eine starke SAP-Integration ein absolutes Muss.

Während der Evaluierungsphase hat das Supply-Chain-Team eine lange Liste von Tools zur Bewertung zusammengestellt. Franke hat sich aus verschiedenen Gründen für den Service Optimizer 99+ (SO99+) von ToolsGroup entschieden, wie Enrico Casalino, Leiter Logistikplanung & Engineering bei Franke Kitchen Systems, erklärte: Wir haben ein sehr komplexes Supply-Chain-Netzwerk und nur zwei Personen aus dem globalen Team, die an dem Projekt arbeiten. Bis auf ToolsGroup erforderten alle anderen Lösungen doppelt bis dreimal  so viel Aufwand und Ressourcen, als uns zur Verfügung standen. Niemand hätte eigentlich gedacht, dass es möglich sein würde, diese Komplexität mit nur zwei Personen zu bewältigen. 

Auch der probabilistische Vorhersage-Ansatz von ToolsGroup hat dabei eine große Rolle gespielt. Mit anderen Tools konnten wir nur eine Durchschnittsvorhersage erstellen, die angesichts unseres vielfältigen und komplexen Produktportfolios nicht ideal war, erklärte Enrico Casalino. Die anderen Lösungen erforderten zudem, dass wir die verschiedenen Algorithmen für verschiedene Aufgaben manuell auswählen mussten – angesichts unserer 1,4 Millionen SKU-Markt-Kombinationen eine Unmöglichkeit. Nur der SO99+-Algorithmus von ToolsGroup entscheidet automatisch, was am besten zu unseren Bedürfnissen passt. Das hat wirklich einen Unterschied gemacht.

Der Demand Collaboration Hub (DCH) von ToolsGroup ist eine webbasierte Konsensus-Vorhersageplattform, die Bedarfs- und Prognosedaten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und es den verschiedenen Standorten von Franke ermöglicht, am Vorhersageplanungsprozess zusammenzuarbeiten. Diese Funktion hatte ebenfalls Auswirkungen auf die Entscheidung von Franke zugunsten von ToolsGroup. Die professionelle Unterstützung durch das ToolsGroup-Team während der Evaluierung und die Tatsache, dass die Lösung wirtschaftlich wettbewerbsfähig war, waren weitere Faktoren, die zur Entscheidungsfindung beitrugen.

ToolsGroup hat das Projekt sehr gut geleitet, betonte Enrico Casalino. Wir haben die strukturierte und dabei unkomplizierte Vorgehensweise, die Offenheit der Diskussionen, die richtige Dokumentation und die hohe Professionalität und Ehrlichkeit aller Teammitglieder sehr geschätzt.

Tag für Tag 

Heute nutzt Franke SO99+ für Nachfragevorhersage und -planung, mehrstufige Bestandsoptimierung und Replenishment reibungslos zusammen mit SAP ERP 6.0. Um das zu ermöglichen, hat ToolsGroup die Logik beider Systeme aufeinander abgestimmt, einschließlich der Definition eines Datenvalidierungs- und Datenlieferprozesses.

Man könnte sagen, dass unser SAP-System für die Nachfragevorhersage und -planung zum Slave und SO99+ zum Master geworden ist, erklärt Enrico Casalino. In bestimmten Bestandsplanungs- und Replenishment-Szenarios funktioniert es jedoch umgekehrt und die Logik ist in SAP definiert.

Von der Implementierung bis zur ersten Vorhersage waren nur drei Monate vergangen. Das Projekt wird auf globaler Ebene von zwei Personen geleitet, wobei eine Person 50 Prozent und die andere 70 Prozent ihrer Zeit einbringt. Auf lokaler Ebene arbeiten im gesamten Unternehmen etwa 100 Planer via DCH am Nachfrageplanungs- und Vorhersageprozess  zusammen.

In diesem Prozess liefert SO99+ die Basisvorhersage an den Demand Collaboration Hub (DCH). Die DCH-Anwender im Unternehmen  arbeiten parallel, um ihre Marktkenntnisse in den Vorhersageprozess einzubringen. Der DCH generiert dann Statistiken, wobei die unterschiedlichen Datenquellen entsprechend dem Grad ihrer Genauigkeit gewichtet werden. Quellen, die historisch gesehen zu einer hohen Vorhergsagegenauigkeit beitragen, werden stärker gewichtet – und umgekehrt.

„Der DCH-Ansatz von ToolsGroup gibt uns einen Einblick in den Planungs- und Vorhersageprozess, der mit unserem alten Tool unmöglich war, schließt Enrico Casalino. Das lokale Team kann mit seinem Markt-Know-how einen Beitrag leisten, aber die Kontrolle und die endgültige Abnahme verbleiben beim globalen Team.

Ergebnisse & Nutzen

Die Integration von SO99+ mit SAP ERP war für Franke sehr positiv. Am wichtigsten war, dass Franke die zu Beginn des Projekts gesetzten Vorhersageziele erreichen konnte. Das Unternehmen erhält zuverlässige Vorhersagen aus allen seinen Märkten, kann via DCH die Vorhersage effizient über zwei Echelons verteilen und ist nun zuversichtlich, dass sich Bestandsoptimierung und Replenishment deutlich verbessern. Bisher verbuchte das Unternehmen

  • eine deutlich verbesserte Stabilität des Vorhersageprozesses,
  • einen deutlich verkürzten Zeitaufwand für die Durchführung von Vorhersagen und Bedarfsplanungen (ca. 50 Prozent),
  • eine erhöhte Vorhersagegenauigkeit (Reduzierung von 8 MAPE-Punkten auf Materialebene) sowie
  • eine Reduzierung saisonaler Lagerspitzen und damit verbundener Bullwhip-Effekte.

Wir sind mit unserer ToolsGroup-Implementierung sehr zufrieden, so Enrico Casalino abschließend. Die Mitarbeiter waren großartig in der Zusammenarbeit, zeigten ein hohes Maß an Expertise, hatten immer ein offenes Ohr und fanden immer eine Lösung, um unsere hochkomplexe Supply Chain zuverlässig zu managen.

Sein Kollege Christian Spitz, Leiter der Bedarfsplanung bei Franke Kitchen Systems, ergänzte: Die Zusammenarbeit mit  ToolsGroup war eine äußerst positive Erfahrung. Auf der Grundlage ehrlicher und offener Gespräche konnten wir unkomplizierte Lösungen finden. Wir sind mit unseren Verbesserungen zufrieden und freuen uns auf unsere Reise mit ToolsGroup und SO99+.

Wir sind mit unserer ToolsGroup-Implementierung sehr zufrieden. Die Mitarbeiter waren großartig in der Zusammenarbeit, zeigten ein hohes Maß an Expertise, hatten immer ein offenes Ohr und fanden immer eine Lösung, um unsere hochkomplexe Supply Chain zuverlässig zu managen.”

Enrico Casalino, Leiter Logistikplanung & Engineering bei Franke Kitchen Systems

Über Franke

Franke ist ein weltweit führender Anbieter für Küchen-und Badeausstattungen. Das Unternehmen wurde 1911 von Hermann Franke in einer kleinen Stadt in der Schweiz gegründet und entwickelte sich von einem lokalen Handwerksbetrieb zu einem globalen Pionier mit 9.000 Mitarbeitern in 40 Ländern.

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